LEISTUNG LEIDENSCHAFT LAUSITZ
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Carl Eduard Ferdinand Heinrich Blechen

Carl Eduard Ferdinand Heinrich Blechen
Carl Eduard Ferdinand Heinrich Blechen

Der Maler und spätere Professor für Landschaftsmalerei wurde 1798 in Cottbus geboren und verstarb 1840 in Berlin. Er begann zunächst die Lehre zum Bankkaufmann. Seit 1821 war er Schüler der Berliner Akademie der Künste. Inspiriert von literarisch-historischen Stoffen gehörten Ruinen, Klosteranlagen, dämonisch-martialische Landschaften zu seinen bevorzugten Themen der Frühzeit. In Dresden besuchte Blechen 1823 Johan Clausen Dahl und Caspar David Friedrich. Beide Maler beeindrucken ihn gleichermaßen – zum einen Friedrichs komponierten Bildinszenierungen und zum anderen Dahls malerische Spontaneität. Wenn man beiden Künstlern die Termini Romanantik und Realismus zu ordnen kann, so bildet Carl Blechen ein Bindeglied zwischen ihnen – zwischen Romantik und Realismus. In seinen auf der Italienreise 1828/ 29 entstandenen Ölstudien geht er zu einer realistischen, besonders auf Licht- und Farbwirkung gerichteten Landschaftsmalerei über. Einige seiner Zeitgenossen hielten diese Malerei für „wilde Kleckserei". Heute dagegen gilt Carl Blechen als ein Hauptmeister der Malerei zwischen Romantik und Realismus und nimmt in der Kunstgeschichtsforschung eine herausragende Stellung ein.

Seine Geburtsstadt Cottbus begann 1913 mit dem Aufbau einer umfangreichen und qualitätsvollen Sammlung seiner Werke. Nach einer wechselvollen Geschichte und dem Verlust von gut einem Drittel der Blechen-Sammlung durch den Krieg, ist heute Schloss Branitz als einstigem Alterssitz Hermann Fürst von Pückler-Muskaus die Heimstätte für die Cottbuser Sammlung. Damit entstand eine ebenso einmalige wie faszinierende Symbiose zwischen Landschaftsmalerei und Landschaftsgestaltung.

Bild: Carl Blechen - Selbstbildnis, um 1825 - Öl auf Leinwand - Das Original befindet sich in der Nationalgalerie Berlin


Erwin Strittmatter - Der Lausitzer Hemingway

Erwin Strittmatter - Der Lausitzer Hemingway
Erwin Strittmatter - Der Lausitzer Hemingway

Erwin Strittmatter wurde am 14. August 1912 in Spremberg geboren. Nach seiner Schulzeit und Lehre schlug er sich als Bäckergeselle, Kellner, Hilfsarbeiter und Tierpfleger durchs Leben. Nebenbei verfasste Strittmatter Zeitungsreportagen. In diese Zeit fällt sein Erstlingswerk "Ochsenkutscher" (1950). Bis 1954 arbeitet die berühmteste Lausitzer Feder als Zeitungsredakteur in Senftenberg, ehe Strittmatter ganz der Schriftstellerei verfällt. Auch wenn er fortan in Schulzendorf, im Kreis Gransee, etwas abseits der Lausitz lebte, verband ihn weiterhin die Liebe zur Heimat. Zu den berühmtesten Werken zählen "Tinko", "Ole Bienkopp" und die Trilogie des "Ladens", die erfolgreich verfilmt wurde. Erwin Strittmatter starb am 31. Januar 1994.


Gotthold Ephraim Lessing - Der Vater von Nathan

Gotthold Ephraim Lessing - Der Vater von Nathan
Gotthold Ephraim Lessing - Der Vater von Nathan

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) wurde in Kamenz geboren und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Aufklärung. Der begeisterte Philosoph und Schriftsteller hinterließ uns neben hochgeistigen Schriften wertvolle Theaterstücke. Sein erstes Lustspiel "Der junge Gelehrte" gehört heute zum Pflichtprogramm auf deutschen Bühnen. "Miß Sara Sampson" gilt als erstes bürgerliches Trauerspiel in Deutschland. An seinem Lebensabend kreierte Lessing dann den Inbegriff des Humanismus: "Nathan der Weise" war seine Lebenskrönung.


Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler-Muskau

Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler-Muskau
Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler-Muskau

Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) hatte nicht nur einen unglaublich langen Namen, sondern auch eine unglaublich lange Liste an Talenten. Reiseschriftsteller, Weltenbummler, Abenteurer. Vor allem aber gestaltete Pückler Gärten nach allen Regeln der Kunst. Beispiele finden sich in den Pückler-Parks in Bad Muskau und Cottbus-Branitz. Die Ideen für seine Kreationen brachte er von seinen ausgedehnten Reisen mit. Dass sein Park heute Bad Muskau mit der polnischen Nachbarstadt verbindet, hätte den weltoffenen Edelmann sicher hoch erfreut. Er stand übrigens auch Pate für das halbgefrorene Pückler-Eis, obwohl er nie etwas damit zu tun hatte.

Bild: Portrait Fürst Pückler von Moritz Daffinger, 1840, Original im Besitz der Fürstin Metternich, Wien


Jacob Böhme - Schlauer Schuster

Jacob Böhme - Schlauer Schuster
Jacob Böhme - Schlauer Schuster

Der gelernte Schuster Jacob Böhme (1575-1624) blieb in Görlitz zum Glück nicht bei seinen Leisten, sondern wurde zu einem der führenden Denker des 17. Jahrhunderts. Sein "Aurora und die Morgenröte im Aufgang" war das Fundament für den philosophischen Hausbau in Deutschland. Seine Werke sind auf der ganzen Welt bekannt und Böhmes Wohnhaus, das im polnischen Teil der Europastadt Görlitz in Zgorzelec steht, zieht jedes Jahr hunderte Touristen an, die teilweise über den Großen Teich schippern, um dem Philosophen einmal ganz nah zu sein.


Konrad Zuse - Urgroßvater des Laptops

Konrad Zuse - Urgroßvater des Laptops
Konrad Zuse - Urgroßvater des Laptops

Wer hat wohl den Computer erfunden? Ein Japaner? Ein Amerikaner? Ein Hoyerswerdaer! Prof. Dr. Konrad Zuse, 1910-1995, ertüftelte zwischen 1934 und 1937 den ersten funktionstüchtigen Elektrorechner. Ein wahres Monstrum: Der röhrenbestückte Z1 war vier Quadratmeter groß und wog 800 Kilogramm. Zwischen '49 und '64 war der berühmteste Ehrenbürger Hoyerswerdas Chef einer eigenen Firma mit 1200 Mitarbeitern. Drei Monate vor seinem Tod, im September 1995, konnte Zuse sein eigenes Museum in Hoyerswerda einrichten. Als Geschenk brachte er zwei seiner Ur-Rechner mit: den Z 22 und den Z 22 R.


Ludwig Leichhardt - Sein Erbe steckt im Beutel

Ludwig Leichhardt - Sein Erbe steckt im Beutel
Ludwig Leichhardt - Sein Erbe steckt im Beutel

Ludwig Leichhardt (1813-?) hat statt eines Todesdatums ein Fragezeichen in seiner Biografie hinterlassen. Ein Brief, am 3. April 1848 datiert, ist das letzte Lebenszeichen des Forschers. Geboren wurde er in Sabrodt am Schwielochsee. Doch kaum ein Lausitzer kennt Leichhardts Namen. Dafür weiß jedes australische Kind etwas mit ihm anzufangen. Auf dem fünften Kontinent ist der Forscher eine Legende. Im Jahre 1841 unternahm er die erste Forschungsreise durch Australien, um den Weg von der Ost- zur Nordküste zu bahnen. Diese Expedition gelang. Von seiner Reise an die Westküste kehrte Leichhardt dagegen nie zurück. Den Namen des Verschollenen bewahren ein Stadtteil von Sydney, Flüsse, Berge, Pflanzen und sogar eine Känguruart.