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Landkreis punktet beim Thema Familienfreundlichkeit

Landkreis punktet beim Thema Familienfreundlichkeit
Landkreis punktet beim Thema Familienfreundlichkeit

Abschlussveranstaltung zum Projektende mit vielen Beispielen und Erfahrungen/Handbuch und Familienbroschüre geben Orientierung

Familienfreundlichkeit gehört zu den Pfunden, mit denen der Landkreis Elbe-Elster wuchern kann. Das wurde noch einmal auf der Abschlusstagung zum Modellprojekt „Familien- und kinderfreundliche Referenzregion Elbe-Elster“ am 5. September im Bürgerzentrum Herzberg deutlich. Neben einem umfangreichen Handbuch mit vielen Orientierungs- und Praxisbeispielen nahmen die Teilnehmer der Veranstaltung – Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kindergärten, Schulen, Vereinen und Projekten und Gäste aus anderen Landkreisen – viele Eindrücke und Impulse vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch an den Thementischen mit nach Hause. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, während der drei Projektjahre eine ganze Reihe familienfreundlicher Praxisbeispiele bei uns im Landkreis aufzuspüren, bekannt zu machen und miteinander zu vernetzen. Daran werden wir jetzt weiter arbeiten. Wir wissen: Zukunftsorientierte Regionen, die den Wirtschaftsstandort auch als Lebensraum für Familien begreifen und entwickeln, ziehen bereits heute gut qualifizierte Beschäftigte an“, sagte Landrat Christian Jaschinski.

Der Landkreis weist eine gut ausgebaute familienfreundliche Infrastruktur auf. Dazu gehören u.a. 101 Kindertagesstätten, 34 Betreuungsangebote von Tagespflegepersonen, hohe Betreuungsquoten sowie ein ausgewogenes differenziertes Schulangebot. Das vom brandenburgischen Familienministerium mit 300.000 Euro (der Landkreis hat rund 10.000 Euro beigesteuert) geförderte und vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. (IFK) an der Universität Potsdam wissenschaftlich begleitete Projekt sollte Chancen und Wege der Familienförderung in Regionen ausloten, die besonders von der demografischen Entwicklung betroffen sind. Das Pilotprojekt ist Teil des Familien- und Kinderpolitischen Programms des Landes Brandenburg. Staatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Schroeder vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie zog auf der Abschlussveranstaltung in Herzberg ein positives Fazit: „Familienfreundlichkeit lässt sich nicht verordnen und kann man nicht kaufen. Sie entsteht vor Ort durch das Engagement vieler und ist wichtiger Antrieb für ein regionales, lebendiges Gemeinwesen. Elbe-Elster hat dies beispielhaft für andere erprobt.“

Im Landkreis Elbe-Elster haben sich während der dreijährigen Erprobung solche Projekte, die Familienpolitik konkret, greifbar und erlebbar machen, als besonders erfolgreich erwiesen. Das sind u.a. die Gewinnung der Unternehmen für eine familienfreundliche Personalpolitik; Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz über Beratungsangebote in den Kitas; Einsatz von Familienscouts; verstärkter Vertrieb der Elternbriefe. Auf Basis einer detaillierten Konzeption zur Entwicklung familienfreundlicher Lebensräume entstanden intensiv vernetzte Strukturen, deren Akteure für eine stabile und nachhaltige Familienpolitik eintreten. Erfahrungen und beste Beispiele sind in einem 200- seitigen „Handbuch für Familienfreundlichkeit“ zusammengefasst und bieten sowohl Akteuren aus Elbe-Elster wie auch anderen Landkreisen Gestaltungsansätze für die Übernahme oder Weiterentwicklung familienfreundlicher Handlungsfelder. In den nächsten Wochen wird darüber hinaus im Landkreis erstmals eine 60-seitige Familienbroschüre herauskommen, die sowohl kreisweite Angebote als auch Offerten aller Städte, Ämter und Gemeinden des Landkreises übersichtlich darstellt.

Fotos Pressestelle Kreisverwaltung: Logo Modellprojekt „Entwicklung einer familien- und kinderfreundlichen Referenzregion“

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