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Griechische Delegation zu Besuch in der Lausitz

Griechische Delegation zu Besuch in der Lausitz
Griechische Delegation zu Besuch in der Lausitz

Energieregion Lausitz organisiert erste Kontakte zu Kommunal-, Industrie- und Wissenschaftsvertretern

Der Bürgermeister Amyntaios und Präsident der Energiestädte Griechenlands, Herr Iosifidis Ioakim trat mit seinem persönlichen Berater, Herrn Dr. Allilomis Petros, die erste Delegationsreise am 15. Mai 2013 in der Lausitz an.

Gemeinsam mit Partnerregionen möchte Griechenland neben der konventionellen Energieförderung den „Grünen Weg“ hin zu den Erneuerbaren Energien gehen. Die griechische Seite setzt dabei auf die Erfahrungen und Kompetenzen in der Energieregion Lausitz. Ziel ist es u. a. auch europäische Projekte zu initiieren.

Für Maßnahmen der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustausches organisiert die Deutsch-Griechische Versammlung (DGV) Partnerschaftsinitiativen zwischen griechischen und deutschen Regionen, Städten und Bürgern. Eine Partnerschaft besteht noch nicht, aber der erste Kontakt zur Energieregion Lausitz ist gefunden.

Organisiert von der  Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH erwartete den Delegationsteilnehmern und weiteren Betreuern ein Programm bei herrlichstem Frühlingswetter:

Mit Start in Schwarze Pumpe wurde die weltweit erste und größte Oxyfuel-Pilotanlage besichtigt. Da in Amyntaio die Verstromung (-brennung) von Braunkohle ähnliche Fragen im Bereich des Klimaschutzes aufwirft (eine erhebliche Umweltbelastung darstellt), ist die von Vattenfall betriebene Anlage, die sich mit der Abscheidung von Kohlendioxid aus der Verbrennung beschäftigt, ein interessantes Forschungsprojekt. Ein weiterer Ansatz der Kohlenstoffdioxidverwertung wurde in der Algenzuchtanlage auf dem Heizkraftwerk der GMB GmbH dargestellt.

Die energetische Effizienz von Algenpflanzen innerhalb von Verbrennungsprozessen hat sich hier im ersten Projektansatz bereits bestätigt.

Das Thema der Rekultivierung griff die LMBV und der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg bei einer Besichtigung am Geierswalder und am Senftenberger See auf. Besonders interessiert zeigten sich die Delegationsteilnehmer von den Schwimmenden Bauten. „Ähnliche Vorhaben sollen auch in Griechenland auf natürlichen Seen realisiert werden. Wir werden die regionalen Ansprechpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft vermitteln.“, so Herr Norman Müller der Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. Völlig beeindruckt war Herr Ioakim am Senftenberger Stadthafen: „Unglaublich, was die Lausitz hier aus den Tagebaulöchern geschaffen hat“, so der griechische Bürgermeister. Im Rekultivierungsbereich stecke Griechenland noch in den Kinderschuhen. „Wir haben 20.000 ha nicht rekultivierte Fläche, die durch den Braunkohle-Tagebau in Anspruch genommen wurden. Hier möchten wir gerne in einen vertieften Erfahrungsaustausch eintreten.“ Noch in diesem Jahr ist eine Konferenz in Griechenland zur Rekultivierung und Sanierung geplant. Die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH wird die Ansprache von Unternehmen und Akteuren aus der Region vornehmen.

Auch im Bereich der alternativen Energieerzeugung könne man noch einiges von Deutschland und der Lausitz lernen. Gerade die Energieorte und kommunalen Energiekonzepte wolle man bei einem nächsten Besuch zu einem thematischen Schwerpunkt machen. Informativ wurden bereits jetzt die regionalen Hochschulen mit Ihren Kompetenzen und Projekten in einer Kurzübersicht zusammengestellt. „Gerade der wissenschaftliche Austausch scheint für beide Regionen für die Realisierung von europäischen Projekten sehr interessant. Dies soll in einer zweiten Runde thematisch konkretisiert werden.“, so Herr Müller.

Für die Delegation war die Reise in die Lausitz ein voller Erfolg nicht nur wegen dem Wetter.

 www.energieregion-lausitz.de

Foto: Volker Lenz (Bürgermeister a.D.), Dimitra Rousvanidou (Dolmetscherin), Iosifidis Ioakim      (Bürgermeister Amyntaio), Norman Müller (Geschäftsführer Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH) am Stadthafen Senftenberg

 

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