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27. Jan. und 29. Jan. Vortrag und Lese Café in Kamenz

27. Jan. und 29. Jan. Vortrag und Lese Café in Kamenz
27. Jan. und 29. Jan. Vortrag und Lese Café in Kamenz


Die 51. Kamenzer Lessing-Tage unter dem Motto „Luther und Lessing – 500 Jahre Reformation“ haben am vergangenen Wochenende mit der Verleihung des Lessing-Preises des Freistaates Sachsen und der Geburtstagsfeier erfolgreich begonnen.

In dieser Woche werden sie mit dem Vortrag „Die Schlacht bei Mühlberg im Museum“ von Dr. Lars-Arne Dannenberg (Fr, 27.01., 19.00 Uhr) und dem Lese-Café mit Regina Röhner: „Zu Gast bei der Lutherin: Die Kochkunst des 'Herrn Käthe‘“ (So, 29.01., 15.00 Uhr) fortgesetzt. Alle drei Veranstaltungen finden im Röhrmeisterhaus des Lessing-Museums statt.

 

Zum Vortrag:
Am 24. April 1547 trafen in dem kleinen Städtchen Mühlberg an der Elbe die vereinigten Heere Kaiser Karls V., seines Bruders, des römisch-deutschen und böhmischen Königs Ferdinand I. sowie Herzogs Moritz von Sachsen auf die Truppen des Schmalkaldischen Bundes unter Führung des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I. und des Landgrafen Philipps I. von Hessen. Es war das dramatische Finale des Schmalkaldischen Krieges, dem ersten Religionskrieg auf deutschem Boden. Seine Ergebnisse hatten immense Auswirkungen für die europäischen und insbesondere die Verhältnisse im Deutschen Reich und sollte für die Entwicklung Mitteldeutschlands sowohl in politischer als auch konfessioneller Hinsicht bestimmend wirken.
Im Rahmen der Lutherdekade wurde in Mühlberg ein attraktives Museum errichtet, in dem moderne museumsdidaktische Instrumentarien zum Einsatz kommen. Dennoch wurde kein Schlachtenmuseum inszeniert, sondern vor allem wird die europäische Dimension herausgestellt.
Im Vortrag stehen die Schlacht bei Mühlberg, ihre Vorgeschichte wie auch ihre später ganz unterschiedlich gedeutete Nachgeschichte im Mittelpunkt sowie deren Darstellung und Visualisierung bei der Neukonzeption des Museums.

Zum Lese-Café
"Herr Käthe", pflegte Luther seine Frau Katharina von Bora zu nennen, und damit war im 16. Jahrhundert eigentlich schon alles gesagt. Katharina hatte "die Hosen an", sie stand einem großen Haushalt vor, sorgte für den Wohlstand der Familie und war quasi der Kopf eines funktionierenden Kleinunternehmens.
Eigentlich hatte man für sie etwas ganz Anderes vorgesehen: Nonne sollte sie werden, ihr Leben hinter Klostermauern verbringen. Dass sie vor diesem Leben floh und den Reformator Martin Luther heiratete, war vielleicht der erste große Skandal der Neuzeit. Aber die Klosterzeit war nicht umsonst: Katharina wusste, wie man eine Gutsherrschaft verwaltete, Gärten und Felder bewirtschaftet - und so kocht bzw. kochen lässt, dass es nicht nur für große Tischgesellschaften reicht, sondern auch noch allen schmeckt.
Auf der Grundlage von Luthers Briefen, Tischreden und archäologischen Funden auf dem Grundstück des Wittenberger Lutherhauses hat Regina Röhner den lutherschen Haushalt mitsamt der vom Reformator geschätzten Hausmannskost rekonstruiert und lässt dies alles, auf charmante und geistreiche Weise, wiederauferstehen - natürlich mit vielen Rezepten zum Nachkochen und Ausprobieren. (In Kooperation mit der Stadtbibliothek G. E. Lessing Kamenz)

Wir würden uns freuen, wenn Sie im Programm der Lessing-Tage etwas Interessantes entdeckt haben und wir Sie in dieser Woche am Lessingplatz in Kamenz begrüßen dürfen.

Mit freundlichem Gruß

Matthias Hanke

Matthias Hanke
Stellv. Museumsleiter/Museumskurator
Lessing-Museum Kamenz
Lessingplatz 1-3
01917 Kamenz
Tel.: 03578/379112
Fax: 03578/379119

www.lessingmuseum.de
hanke@lessingmuseum.de