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Ausstellung im Schloß Doberlug eröffnet

Ausstellung im Schloß Doberlug eröffnet
Ausstellung im Schloß Doberlug eröffnet


Ständige Ausstellung „Doberlug und das sächsische Brandenburg“ eröffnet!
Die Präsentation greift eine Intention der 2014 an diesem Ort stattgefundenen Ersten Brandenburgischen Landesausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ auf und erzählt die Geschichte des einst sächsischen, heute brandenburgischen Ortes in mehreren Kapiteln mit vielen historischen Objekten illustriert und medial aufbereitet. Gleichzeitig setzt sie Doberlug in den Kontext des über Jahrhunderte sächsisch geprägten Landstrichs, der 1815 an Preußen fiel.

Die von Stefanie Fink und Peter Langen kuratierte Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Ortes beginnend mit der Stiftung des Doberluger Klosters im Jahr 1165 ebenso wie seine Glanz- und Blütezeit unter der wettinischen Nebenlinie Sachsen-Merseburg im 17. und 18. Jahrhundert. Doberluger Persönlichkeiten, darunter der Dichter Heinrich Clauren, dessen Bücher um 1800 mehr Leser fanden als Goethes Werke, oder der Chemiker Hermann Wilhelm Vogel, der mit seinen Forschungen die moderne Farbfotografie vorbereitete, illustrieren den geistigen Kosmos, der sich um das Schloss bildete. Den Schlusspunkt der Präsentation setzen Aspekte des sächsischen Brandenburgs, insbesondere seine Künstler und die Adelsresidenzen des Territoriums.

 

Sonderausstellung „Die letzten Mönche von Dobrilugk“ ebenfalls ab 7. Juli geöffnet
Gemeinsam mit Christian Heinrich-Jaschinski, Landrat des Landkreises Elbe-Elster, haben Prof. Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs und Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, die Sonderausstellung „Die letzten Mönche von Dobrilugk“ eröffnet. Die Präsentation ist der Beitrag des Museums Schloss Doberlug zum Reformationsjahr und beschließt die Reihe reformationsgeschichtlicher Ausstellungen des Museumsverbunds Elbe-Elster.

Fast 400 Jahre lang gab es das Zisterzienserkloster Dobrilugk. 1165 gestiftet, geriet es im 16. Jahrhundert in eine schwere geistliche und wirtschaftliche Krise und verschwand schließlich von der politischen Landkarte. Was aber taten die letzten Mönche in den Tagen der Auflösung ihres Klosters? Konnten sie auf Hilfe durch ihren Landesherren rechnen? Blieben sie dem katholischen Glauben treu, oder wechselten sie die Konfession? Welche Lebenswege öffneten sich ihnen, und was ließen die Mönche hinter sich? Die von Dr. Sascha Bütow kuratierte Ausstellung versucht, mithilfe von Originalen der Zeit eine Antwort auf diese Fragen zu geben. In ihrem Mittelpunkt steht der umfangreiche schriftliche Nachlass aus der Spätzeit des Klosters. Verwahrt wird er heute unter anderem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam, im Hauptstaatsarchiv Weimar sowie in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena, die mit wertvollen Leihgaben zu der Präsentation beitragen. Erstmals seit Jahrhunderten werden Urkunden des Klosters für eine kurze Zeit wieder an dem Ort zusammengeführt, an dem sie einst ausgestellt wurden oder mit dem sie sich beschäftigen. Zum ersten Mal seit 475 Jahren kehrt auch das Kopialbuch des Klosters Dobrilugk aus Jena für eine kurze Zeit an seinen Entstehungsort zurück.

 

Museum Schloss Doberlug
Schlossplatz 1 in 03253 Doberlug-Kirchhain
Di – So von 10.00 – 18.00 Uhr
Oktober – März bis 17.00 Uhr
Tel. 035322 6888520
museum-schlossdoberlug@lkee.de
www.museumsverbund-lkee.de