Übersicht
- Barockschloss und Park Rammenau
- Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (UNESCO-Welterbe)
- Fürst-Pückler-Park Cottbus-Branitz
- Grüner Ring Zittau
- Heiliges Grab Görlitz
- Herrnhuter Gottesacker
- Hutberg Kamenz
- Kloster St. Marienstern Panschwitz-Kuckau
- Kloster St. Marienthal
- Kuppritzer Park
- Landschaftsgarten Seifersdorfer Tal
- Lausitzer Findlingspark Nochten
- Ölberggarten Görlitz
- Rhododendren- und Azaleenpark Kromlau
- Rittergut und Park Großharthau
- Rosengarten Forst
- Schloss Gröditz & Gröditzer Skala
- Schloss und Park Althörnitz
- Schloss und Park Hainewalde
- Schloss und Park Königshain
- Schloss und Parkanlage Krobnitz
- Schlosspark Gaußig
- Schlosspark Milkel
- Schlosspark Neschwitz
- Schlosspark Oberlichtenau
- Schlosspark Pulsnitz
- Schlosspark Schmochtitz
- Stadtpark Görlitz
- Stadtpark Rothenburg
Johann Christoph Knöffel errichtete 1721–37 einen hufeisenförmigen zweigeschossigen Bau mit hohem Mansarddach. Das Schloss ruinierte den Bauherrn von Knoch. 1744 ersteigerte die Familie von Hoffmann (seit 1778 als von Hoffmannsegg im Reichsgrafenstand) das Schloss und setzte den Ausbau fort. 1794 kaufte Friedrich von Kleist (1746–1819) das Erbrittergut Rammenau von seinem Schwager Johann Centurius von Hoffmannsegg.
Kleist ließ unter anderem den barocken Garten in einem englischen Landschaftspark umwandeln. Auch im Innern des Schlosses kam es zu einer regen Bautätigkeit. So wurden fast alle Wände im klassizistischen Stil neu gestaltet. Typisch für Rammenau sind seitdem die wertvollen Tapeten und Wandmalereien. Viele Schlossherren von Rammenau waren naturwissenschaftlich interessiert - allen voran Johann Centurius Hoffmann von Hoffmannsegg, ein namhafter Botaniker und Insektenforscher.
1914, nach dem Tode ihrer Mutter, übernimmt Margarete Gisela Gabriele Alexandra von Helldorff, geborene von Posern, das Schloss. Während des Ersten Weltkrieges wird Schloss Rammenau u.a. als Lazarett genutzt. Das Schloss wurde 1945 durch die Rote Armee besetzt und von Helldorffs durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet. Es ist seither in Staatsbesitz. Im Jahre 1993 kommt die komplette Rammenauer Anlage (Schloss, Park und Wirtschaftshof) in den Besitz des Freistaates Sachsen und gehört damit zum Staatlichen Schlossbetrieb. Einer der letzten Eigentümer wurde in der Novelle Der grüne Posern von dem Dichter Borries v. Münchhausen beschrieben. Das Museum bietet neben seinen ständigen Ausstellungen auch Sonderführungen an.
Ein Gelände, wie ein Gemälde. Jeder Baum, jeder Strauch, ja fast jeder Grashalm scheint von der Meisterhand Pücklers arrangiert zu sein. Das 1000 Hektar Gartenbaugelände ist auf dem besten Weg ins Weltkulturerbe aufgenommen zu werden. Neben Blutbuchen, Platanen und mehrstämmigen Linden entdecken Sie bei Ihrem Spaziergang die Schlossanlage mit Museum, Bibliothek, Konzertsaal und Weinkeller, eine Bergkirche, das Hermannsbad und die Orangerie mit dem Tropenhaus. Der Fürst-Pückler-Park verbindet Bad Muskau mit seiner polnischen Nachbarstadt.
Diese Anlage ist ein typisches Pückler-Produkt. Im Jahr 1696 gelangte Branitz in den Besitz der Familie Pückler. 1845 begann der berühmte Landschaftsarchitekt Hermann Fürst von Pückler mit dem Bau der Parkanlage, die unter dem Nachfolger Heinrich Graf von Pückler fertiggestellt wurde. Der Branitzer Park besteht aus mehreren Teilbereichen. Dazu gehören der innere Park, der äußere Park, das Schlossgelände mit dem Blumenpark und die Schilfseepartie. Branitz besticht durch künstliche Seen und Kanäle und ist der ideale Ort für einen Spaziergang.
Ein grüner Ring mit einem Umfang von drei Kilometern umschließt die Altstadt Zittaus, so als habe sie sich einen Blumenkranz umgelegt. Hier reihen sich viele Sehenswürdigkeiten, interessante Bauwerke und romantische Fleckchen wie an einer Perlenkette aneinander. Die Fleischerbastei mit der Blumenuhr und dem Glockenspiel aus Meißner Porzellan bilden zweifellos einen Höhepunkt innerhalb dieser Parkanlage. Außerdem kann man in dieser zahlreiche Naturdenkmale, wie die alte Platane auf der Krokuswiese und einen alten Mammutbaumstumpf bewundern, an Brunnen, wie dem bei den Zittauern beliebtesten „Schleifermännchen“ verweilen und auf Kinderspielplätzen toben.
Der grüne Ring hat eine lange Geschichte, hier erhob sich einst die Stadtmauer der wehrhaften Stadt. Zwischen 1824 und 1870 wurde sie fast vollständig abgetragen. So entstand der Freiraum für den späteren grünen Ring. Das Planungskonzept des ersten öffentlich zugänglichen Teils der Parkanlage nördlich und südlich der Fleischerbastei wurde von Friedrich Zischling, einem Mitarbeiter des Gärtners von Johann Wolfgang von Goethe, erarbeitet.
Das Heilige Grab in Görlitz, auch Görlitzer Jerusalem genannt, wurde als religiöses Gesamtkunstwerk geschaffen, das sich von der Krypta der Kirche St. Peter und Paul über den Stadtraum zum Heiligen Grab erstreckt. Es gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Heilig-Grab-Kapelle in der Neißestadt ist eine verkleinerte Kopie des Jerusalemer Originals aus der Zeit des hohen Mittelalters, deren Genauigkeit bei keiner anderen Nachbildung des Heiligen Grabes in Deutschland erreicht wurde. Das Bild, das sie in Görlitz bietet, stand in der gleichen Form den Kreuzfahrern vor Augen, ebenso auch Georg Emmerich, dem späteren Bürgermeister und Agnete Fingerin, als sie eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternahmen.
Im Jahr 1989 wurde das 500-jährige Jubiläum des Heiligen Grabes zu Görlitz gefeiert. Der Anlass der Feierlichkeiten war nicht unumstritten, weil für die Entstehung der Anlage die Jahre zwischen 1481 und 1489 ebenso genannt werden wie die Zeitspanne zwischen 1481 und 1504.
Die erste Beerdigung auf dem Herrnhuter Hutberg fand am 24. November 1730 statt, als das halbjährige Kind Hans Beyer begraben wurde. Vorher hatten die Einwohner Herrnhuts ihre Toten in Berthelsdorf begraben.
Heute kann man den Herrnhuter Gottesacker zu den wichtigsten Kulturdenkmälern der Region zählen, der umso bedeutsamer ist, da er kein historisches Relikt darstellt, sondern heute noch – wie vor 270 Jahren – von der Gemeinde genutzt wird. Wenn an einer Stelle die Konti-nuität der Geschichte unserer Kirche deutlich wird, dann vor allem auf unserem Gottesacker.
Das Bild zeigt die Gräber der Familie Zinzendorf auf dem Gottesacker.
Rhododendronpark Hutberg Kamenz
Etwa 300 m über dem Meeresspiegel erhebt sich ein gern besuchtes Ausflugsziel und Wahrzeichen der Lessingstadt Kamenz – der Hutberg. Insbesondere dem Kamenzer Gärtnermeister Wilhelm Weiße und später Ernst Hilscher ist es zu verdanken, dass der Berg ab etwa 1890 als Parkanlage gestaltet und mit zahlreichen heimischen und fremdländischen Nadel- und Laubgehölzen bepflanzt wurde. Eine besondere Attraktion ist in den Monaten Mai und Juni die herrliche Blütenpracht von hunderten Rhododendren und Azaleen. Von der Aussichtsplattform des „Lessing-T(h)urms" hat der Besucher einen fantastischen Ausblick über die Heide- und Teichlandschaft und zu den Hügelketten der Oberlausitz. Die "Hutberg-Bühne" – eine Freilichtbühne mit bis zu 10.000 Plätzen – ist im Sommer Anziehungspunkt für Musikfans, wenn Konzerte von Rock bis Schlager erklingen. Der Hutberg ist auch Ausganspunkt des "Gartenkulturpfades Kamenz", der zu weiteren attraktiven städtischen Park- und Grünanlagen führt.
Sankt Marienstern gehört zu den wenigen Ordenshäusern, die seit ihrer Gründung derselben Bestimmung dienen. Auch heute leben und arbeiten mit der Äbtissin Benedicta Waurick 19 Zisterzienserinnen im Kloster und widmen sich neben dem feierlichen Stundengebet, der Seelsorge und den Arbeiten in Haus und Garten auch der Betreuung, Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen, die in mehreren Wohnbereichen untergebracht sind.
Teile des Klosters sind frei zugänglich. Dazu gehören: Klosterkirche, Klostergarten, Klostermuseum, Klostergaststätte und Klosterladen. Die Klausur als Lebensraum der Nonnen und der Kreuzgang sind für die Öffentlichkeit naturgemäß nicht zugänglich. Lediglich zur 1. Sächsischen Landesausstellung 1998 hatte der Konvent auch diesen Bereich für die Ausstellung und deren Besucher geöffnet.
Das Kloster St. Marienthal kann auf ein über 775-jähriges ununterbrochenes Bestehen zurückschauen. Getreu des monastischen Mottos "ora et labora" (bete und arbeite) leben hier seit 1234 bis Heute die Schwestern nach den Regeln des heiligen Benedikts und den Satzungen des Zisterzienserordens. Die heutige Klosteranlage ist nach dem großen Brand 1683 im böhmischen Barock entstanden und blieb geschlossen erhalten. Es entwickelten sich unterschiedliche Wirtschaftsbereiche, die zum großen Teil bis heute noch aktiv das Klosterleben gestalten und dem Fortbestand des Klosters dienen. Auch das Wohnheim mit Werkstatt für behinderte Menschen im nahen Schlegel befindet sich unter Trägerschaft des Klosters.
Eine Wanderung von Hochkirch in den Kuppritzer Park:
Von der Bushaltestelle orientiert man sich in Richtung Kirche und kommt direkt zur Blutgasse, an deren Ende man das Hotel "Zur Post" passiert. Etwa 50 m weiter, bei der Schule, biegt man rechts ab und kommt auf diesem Wege nach Kuppritz. Dort überquert man die Dorfstraße in Richtung Kohlwesa. Nach der Brücke über das Kuppritzer Wasser hält man sich links, biegt am Ende der Wiese links in einen unscheinbaren Weg ein und gelangt direkt in den Park.
Auf idyllischen Wegen wandert man der Markierung des Hochkircher Rundweges (grüner Kirchturm) folgend, am Ende des Parkes geht es ein Stück über die Wiese und dann nach links über die Holzbrücke bis zum Ende der Hagebuttenhecke. Dort verlässt man den Rundweg, wendet sich nach links und folgt dem Weg zwischen Bäumen und Büschen bis in den Ort Kuppritz. An der Dorfstraße angelangt, sieht man schon von weitem den weiß-grünen Wegweiser, welcher den Weg zurück nach Hochkirch zeigt.
Das abwechslungsreiche Seifersdorfer Tal mit naturnahen Wäldern, Wiesen und steilen Felspartien wurde mit Begeisterung genutzt, um im Laufe der Zeit über vierzig Gartenszenen im Tal und an den Hängen zu gestalten, diese mit Wegen zu verbinden und zahlreiche Blickbeziehungen herzustellen. Es waren Gedenksteine, Urnen, Büsten, Hütten und Quellen, eine Linde (»Linde der Ruhe«), eine mächtige Eiche (die »Hermannseiche«, nach dem Cherusker-Fürsten benannt), und andere schon vorhandene oder neu gepflanzte Bäume, die im Mittelpunkt der romantischen Gestaltung standen.
Jede Gartenszene stand unter einem besonderen Thema aus Literatur, Philosophie, Musik oder aus dem Familienleben.
Der Lausitzer Findlingspark Nochten ist ein kunstvoll gestalteter, großflächig angelegter Landschaftsgarten. Auf ca. 20 ha präsentieren sich überraschende Geländeformationen, eindrucksvolle Steinmonumente und Gewässer sowie die überwältigende Artenvielfalt einer immer wieder in neuer Farbenpracht erblühenden Pflanzenwelt. Seinen besonderen Charakter – einzigartig in Europa – gewinnt dieser Landschaftspark durch über 6000 Findlinge. Diese Steinriesen wurden überlegt platziert, dabei jedoch so belassen, wie sie während der letzten Eiszeit auf dem Weg von Skandinavien bis in die Lausitz geformt wurden. All diese Findlinge wurden in den Braunkohletagebauen der Lausitz freigelegt. Sie waren damit im wahrsten Sinne des Wortes „Steine des Anstoßes" für die Entstehung des Findlingsparks.
Jung und Alt, Erwachsene und Kinder, alle kommen hier auf ihre Kosten. Sei es das staunende Verweilen vor den mächtigen Zeitzeugen, das beschauliche Genießen der anregenden Parklandschaft oder der wandelnd erworbene Wissensgewinn – den Lausitzer Findlingspark Nochten wird jeder, der ihm mit wachen Sinnen begegnet, als bleibende Bereicherung erleben.
1913 errichtete man in Görlitz auf dem Scheitel des Ölbergs das Städtische Krematorium, das seither den Horizont nach Nordosten dominiert. Das Gelände unterhalb wurde bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts als Acker, Wiese, Sandgrube und Müllplatz genutzt.
Die Park- und Gartenanlage Ölberggarten entstand nach den Plänen des damaligen Gartenbaudirektors Heinrich Diekmann zwischen 1923 und 1928 als für die Zeit typische streng formale Anlage. Obstbäume und Beerensträucher wuchsen in strengem Raster auf den Wiesen, eine Pergola rahmte die oberhalb des Hauptweges liegende Rosenterrasse ein. Die Bedeutung des Ölberggartens als Ertragsobstfläche ging im Laufe der Jahre zurück, und etwa ab 1960 wurde die intensive Pflege eingestellt.
Zur Blütezeit der Rhododendren und Freilandazaleen im Mai und Juni wie auch zu anderen Jahreszeiten vermittelt der schöne Landschaftspark in Kromlau bleibende Eindrücke. Sein Schöpfer Friedrich Hermann Rötschke gab 50.000 Goldtaler aus, um in seinem 200 Hektar großen Park eine Bogenbrücke aus Basalt und Feldsteinen über dem Rakotzsee bauen zu lassen.
Ein besonderes Erlebnis ist die Spiegelung der Rakotzbrücke, im Volksmund auch Teufelbrücke genannt, im Wasser zu einem Kreis.
Vermutlich entstand das ehemalige Herrenhaus aus einer alten Wasserburg. Das Herrenhaus findet am 6. April 1350 erstmalig urkundliche Erwähnung. In der Urkunde geloben Henlein von der Aue und sein Sohn Martin dem Meißner Bischof Johann I., das sie ihren Hof ohne seine Erlaubnis nicht befestigen und ihm gegen seine Feinde beistehen werden. In all den Jahrhunderten bewohnten meist die Besitzer von Harthau (Großharthau) das Herrenhaus. Es diente aber auch vielen namhaften durchreisenden Persönlichkeiten als Unterkunft und Quartier.
Das Rittergut wurde in den letzten Jahren in mühevoller Arbeit restauriert. Es verfügt aber über eine Parkanlage die zum Verweilen einlädt. Außerdem finden auf der Parkinsel jedes Jahr mehrere Veranstaltungen statt.
Die wunderschöne 15 ha große historische Parkanlage mit kunstvoll gefertigten Skulpturen, Pergolenhöfen und romantischen Wasserspielen ist immer eine Reise wert! Bereits 1913 begründet, liegt die Einzigartigkeit dieses romantischen Parks mit Sicherheit in der besonderen und vielleicht einmaligen Komposition von Gartenkunst, Landschaftsarchitektur und botanischer Vielfalt!
Heute erwarten den Besucher fast 500 Rosensorten auf zehntausenden Rosenstöcken, gesäumt von altehrwürdigem Baumbestand und Rhododendron-Hainen. Ein absolutes „muss“ sind die jährlich am letzten Juni- Wochenende stattfindenden Rosengartenfesttage mit der beliebten „Nacht der 1000 Lichter“ und der Schnittrosenschau. Geheimtipp für Verliebte: Im Sommer kann man sich hier das „Ja-Wort“ geben und „seine“ Rose pflanzen.
Wichtiger Bestandteil der Schlossanlage ist der Schlosspark. Dieser erstreckt sich südlich, westlich und nördlich des Schlosses.
Hierbei handelt es sich um eine überaus interessante und kulturhistorisch wertvolle Parkanlage innerhalb der Oberlausitz.
Ihr wissenschaftlicher und regionalhistorischer Wert beruht vor allem in der Verbindung bzw. Einbeziehung einer alten slawischen Schanzenanlage sowie der ablesbaren koninuierlichen Entwicklung des Parks seit dem ausgehenden 17. Jahrhunderts in Verbindung mit dem Naturschutzgebiet Gröditzer Skala.
Das Schloss wurde von 1651 bis 1654 vom Zittauer Baumeister Valentin für den Bürgermeister Dr. Christian von Hartig erbaut. Es hat einen rechteckigen Grundriss und der Schlosseingang wird von zwei achteckigen Türmen mit welschen Hauben flankiert, wobei der rechte, kleinere Turm erst 1853 als Treppenturm angebaut wurde. Ebenso ist die Vorhalle eine Zutat des Jahres 1892.
Keine große Schlossanlage, sondern eher ein kleines Märchenschloss mit einer großen Parkanlage und Teich, liebevoll mit dem Blick für Details renoviert und um eine Remise erweitert, gelegen in der Oberlausitz, im Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien.
Zu den Zimmern und Suiten im historischen Gebäude führen verwinkelte Flure und Treppen, restaurierte und reich verzierte Holzdecken kann der aufmerksame Betrachter ebenso entdecken wie architektonische, dekorative Details an den Giebeln des Schlosses.
1749 bis 1755 wurde das Schloss durch den kurfürstlich-preußischen Kammerherrn Samuel Friedrich von Kanitz erbaut und am 17. Juni 1755 feierlich eingeweiht. 1882/83 erfolgten umfangreiche Umgestaltungsarbeiten, und die Barockelemente wurden entfernt. 1927 verkaufte Moritz Joachim Ernst von Kyaw das Schloss an die Gemeinde Großschönau. Vom 26. März bis 10. August 1933 diente das Schloss als Schutzhaftlager KZ Hainewalde und von 1933 bis 1945 als Wehrertüchtigungslager.
Bis 1972 fand noch eine Teilnutzung als Wohngebäude statt, von 1972 bis 2004 stand es leer. 2000 wurde der „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V.“ gegründet, durch den 2007 die Sanierung des Ostflügels begann.
Schloss Königshain besteht aus einem Wohnturm, der Wasserburg aus der Renaissance, einem Barocken Schloss Königshain, Wohnturm, Wasserburg, KavalierhausHerrenhaus sowie mehreren Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Das zweigeschossige Hauptgebaude wird flankiert von eingeschossigen Nebengebäuden die mit viertelkreisförmigen Gängen verbunden sind.
Das eine Nebengebäuden war Küche, das andere Nebengebäuden war das Kavalierhaus.
Vom Schlosspark gelangt man durch eine Pforte auf eine kleine Brücke die zur Dorfkirche führt. Der gotische Bau der Kirche von 1436 mit einer Annenkapelle von 1510 erhielt 1814 eine barocker Ausstattung und den Turm.
Im Jahr 2002 begann unter der Bauherrschaft der Stadt Reichenbach die umfassende Sanierung von Gut, Schloss und Park. In der ehemaligen Schmiede sind ein Veranstaltungs- und ein Sonderausstellungsraum entstanden.
Im Schloss wird schrittweise eine Dauerausstellung zur Architekturgeschichte der Oberlausitz im 19. Jahrhundert sowie ein Roon- Kabinett aufgebaut. Im Obergeschoss entsteht das Forschungs- und Dokumentationszentrum „Die Treppe“, das die Sammlungen des Vereins für Scalalogie- Frankfurt/M. der Öffentlichkeit zugänglich macht. Im Sommer lädt das Schloss zu Konzerten und Veranstaltungen ein. Sehr gern wird die Anlage auch für Hochzeiten und andere besondere Feierlichkeiten genutzt.
Ausgedehnte Wiesenflächen mit mächtigen Solitärbäumen und Gehölzgruppen werden vom Hochwald, prachtvollen Rhododendren und Wasserläufen begrenzt.
Von der ursprünglichen Ausstattung sind ein klassizistischer Pavillon an der Schlosswiese, der Schwanenteich, die Kruzifix-Eiche sowie die nach Familienmitgliedern bezeichneten Areale Karlsruhe, Adams-, Andreasteich, Moritz- und Andreaswäldchen erhalten.
Wunderschöne Ausblicke innerhalb des Parks und in die umgebende Landschaft, das weitläufige Wegenetz sowie viele dendrologische Kostbarkeiten (z.B. einer der größten Tulpenbäume von Sachsen) machen Gaußig zu einem der schönsten Landschaftsparke in der Oberlausitz, der zur Rhododendronblüte besonders sehenswert ist.
Etwa 20 km nördlich von Bautzen findet man Schloss und Park mit Kavaliershäusern inmitten einer Moor- und Teichlandschaft. Der älteste Teil des Schlosses - der Südturm - wurde im 13. Jahrhundert erbaut; der Überlieferung nach befand sich an seiner Stelle bereits im 9. Jahrhundert ein Holzturm zu Verteidigungszwecken. Durch die folgenden Epochen diente das heutige Schloss als Wehrburg. Seine jetzige Gestalt erhielt Schloß Milkel in den Jahren 1719-1720. Die nebenstehende Karte aus dem Stadtarchiv Bautzen zeigt die Verhältnisse vor 1720. Der Nordturm fehlte noch und das Schloss war vollständig von einem Wassergraben umgeben.
Nach dem zweiten Weltkrieg - von 1945 bis 1947 - wurde es von schlesischen Flüchtlingen, ca. 60-70 Personen bewohnt.
Zwischen 1948 und 1953 unterrichtete man hier Gewerkschaftsfunktionäre des FDGB in den Grundfragen des Marxismus/Leninismus.
Als sorbische Sprachschule und Internat diente Schloß Milkel von 1953-1994.
Heute wird das Schloß als Tagungs- und Begegnungsstätte genutzt.
Bei uns geben sich Geschichte, Architektur, Kunst, Natur – und Vogelschutz ein Stelldichein.
Neschwitz liegt am Rande des UNESCO-Biosphärenreservates „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“. Nur die Hinweisschilder auf der Bundesstraße verraten, dass in diesem 1268 erstmals erwähnten deutsch-sorbischen Ort ein Juwel der Architektur und Kunst seine Gäste erwartet. Versteckt im nur 5,5 Hektar großen Park, der zu den wertvollsten Sachsens gehört, erhebt sich auf den sagenumwobenen Kellergewölben einer mittelalterlichen Wasserburg das barocke Alte Schloss aus dem Jahre 1723. Der sächsische Generalfeldzeugmeister Friedrich-Ludwig Herzog von Württemberg-Teck erwarb die Gutsherrschaft Neschwitz. Seine Gattin Ursula Katharina Reichsfürstin von Teschen war unter ihrem vorherigen Namen Gräfin Lubomirska als polnische „Mätresse en titre“ August des Starken weithin bekannt. Dazu entstanden in symmetrischer Anordnung vier Pavillons: - der Theaterpavillon, heute nicht mehr sichtbar, - der Herrenpavillon, heute Sitz der Sächsischen Vogelschutzwarte mit der Ausstellung„ Neschwitzer Vogelschutzpavillon“, - der Archivpavillon, heute Sitz der Naturschutzstation des Landkreises, - und der Bade- und Küchenpavillon, heute mit den Räumen für Touristinformation, Standesamt, Büro des Landschaftspflegeverbandes, Vereinsräume der „Kultur- und Heimatfreunde“ e. V. und das Eiscafe „Am Schloss“. Gleichzeitig entstand der Barockgarten im französischen Stil, der mit dem zu Ende des 18. Jahrhunderts angelegten englischen Landschaftsgarten, den reizvollen Park bildet. Beide vermitteln eine einzigartige Atmosphäre: der gezirkelte Vorplatz mit gestutzten Bäumen und exakten Kieswegen, zahlreiche barocke Sandsteinplastiken und der in die freie Natur übergehende Park. Wolfgang Edler Herr von Riesch ließ in den Jahren 1766 bis 1775 das „Neue Schloss“ erbauen (1945 zerstört) und es galt als ständiger Wohnsitz der Freiherrn von Riesch. Der letzte Vertreter dieser Adelsfamilie Prof. Dr. Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch war nicht allein ein bedeutender Forstwissenschaftler und Reformer der naturgemäßen Waldwirtschaft, sondern auch ein bekannter Vogelforscher. Ihm und seiner Familie wurde die Ausstellung „Lebenswege – Zeitenwenden, Die Familie Vietinghoff-Riesch auf Schloss Neschwitz“ gewidmet, welche in den Schlossräumen besichtigt werden kann. Neben der Wandmalerei des Schlosssaales, im pompejischen Stil, einer „Kleinen Galerie“ mit Werken der bildenden Kunst, ist weiterhin im Erdgeschoss des Schlosses die Ausstellung „ Die Herrschaft von Neschwitz und ihre benachbarten Herrenhäuser“ zu sehen. Und wer es ganz romantisch mag, kann im Schlosssaal den Bund fürs Leben schließen.
Heute wird das Barockschloss Oberlichtenau und vor allem der grandiose Festsaal für Eheschließungen und Festveranstaltungen genutzt und ist somit ein Publikumsmagnet. Die Gemeinde Oberlichtenau ist derzeit um eine neue Nutzung des Schlosses bemüht. Feierlichkeiten im Schloss sind daher vorerst nicht mehr möglich! Der Schlosspark lädt zu einem Spatziergang in barockem Ambiente ein und wird teilweise auch für festliche Veranstaltungen genutzt. Die Besichtigung des Barockschlosses ist mit Voranmeldung möglich.
Das Renaissance-Schloss von Pulsnitz, 25 Kilometer nordöstlich von Dresden, ist der historische Rahmen für eine anspruchvolle und umfassende Rehabilitationsmedizin, die gesetzlich oder privat versicherten Patienten zur Verfügung steht. Die Klinik Schloß Pulsnitz wurde von Grund auf erneuert, und sie erhielt einen Anbau mit Schwimmbad, Gymnastikhalle sowie weiteren Therapieräumen und Patientenzimmern. Spätestens mit der endgültigen Fertigstellung im Januar 1993 wird die Klinik zu den modernsten Rehabilitationseinrichtungen in Ost und West gehören.
Schmochtitz bei Bautzen ist im Mittelalter als Rittergut an der Grenze zum böhmischen Land mit Verwaltungsfunktionen betraut. Ein Münzfund läßt vermuten, daß das Gebäude seinerzeit als Zollstation fungierte. Die Besitzer wechselten oft. Es sind meist Adlige aus der Lausitz gewesen. Peter August von Schönberg erwirbt 1763 nach dem Siebenjährigen Krieg das Gut vom Major Joachim von Manteufel.
Bekannte Architekten, wie Pöppelmann jun., unterstützen ihn bei der Gestaltung dieser Anlage. Im Schloßpark ist eine Lindenallee angelegt, an deren Ende eine Sandsteinpalme als Statue steht. Entgegengesetzt stand als Bezugspunkt ein kleiner Tempel, der sogenannte Sonnentempel. Nach ihm ist auch das Waldstück an der Südgrenze von Groß-Brösern jetzt benannt. Im Schloss residiert heute ein Bildungszentrum des Bistums Meißen.
Durch Görlitz verläuft der 15. Längengrad. Dieser hat eine besondere Bedeutung für Mitteleuropa, denn da 15° auf dem Globus mit einer Stunde Zeitdifferenz gleichzusetzen sind, beginnt hier der Tag genau eine Stunde früher als in Greenwich.
15. Meridian
In Görlitz gehen die Uhren deshalb zwar nicht genauer, aber die lokale Ortszeit entspricht der Zonenzeit (+ Zeitgleichung). Die Sonne steht also zwölf Uhr mittags in ihrem höchsten Punkt. Weiter westlich in Deutschland, beispielsweise Köln, erst eine halbe Stunde später.
Der Meridianstein steht im Stadtpark von Görlitz, in unmittelbarer Nähe zum Grenzübergang.
Der Stadtpark von Rothenburg ist neben denen in Bad Muskau und Gaußig einer der größten Landschaftsparkanlagen des 19. Jahrhunderts in der Region Oberlausitz-Niederschlesien, der sich in seiner Raumbildung und botanischen Ausstattung nahezu original erhalten hat.
Zu jeder Jahreszeit bietet der Park seinen Besuchern erlebnisreiche Stunden beim Studium der Natur oder und Entspannung beim Spaziergang. Besonders reizvoll zeigt er sich aber zur Zeit der Rhododendronblüte.


































